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Richtiger Umgang mit Verpackungsmüll - so einfach geht's!

Silvia Prinz
21.09.22 08:30

Damit die Kreislaufwirtschaft für Verpackungen funktionieren kann, müssen Unternehmen zusammenarbeiten, gemeinsam Verantwortung übernehmen und über den Tellerrand blicken.

Seit 2022 ist CLARUS Films Mitglied bei der Plattform Verpackung mit Zukunft. Gemeinsam arbeiten wir an Aufklärungskampagnen und erklären den Nutzen von Verpackungen. Als neutraler Partner betrachtet die Plattform Kunststoffverpackungen als Wertstoff für den Kunststoffkreislauf und schafft unter anderem Bewusstsein zur richtigen Mülltrennung.  

5 Fragen an Plattformkoordinatorin Sandra Pechac:

1) Können Sie kurz erklären wer hinter der Plattform steht, seit wann es sie gibt und was ihre Zielsetzung ist?

Um die Müllproblematik und den Einfluss von Verpackungen auf den Klimawandel proaktiv anzugehen, haben sich die österreichischen Unternehmen ALPLA und Greiner zusammengetan und Ende 2019 mit fünf weiteren Unternehmen die Plattform Verpackung mit Zukunft ins Leben gerufen. Schnell waren weitere Mitstreiter aus der Wertschöpfungskette gefunden –vom Rohstoffverarbeiter bis zum Recycler, vom Verpackungs- bis zum Konsumgüterhersteller.

Ziel ist es, das Thema Verpackung, deren Nutzen und den richtigen Umgang mit diesen besser zu kommunizieren. Darüber hinaus wollen wir eine funktionierende Kreislaufwirtschaft maßgeblich voranbringen.

kreislaufwirtscshaft-verpackung-mit-zukunftAbbildung: Verpackung mit Zukunft zeigt, wie Kreislaufwirtschaft funktioniert. 

👉 Gemeinsame Basis aller Mitgliedsunternehmen sind die Grundsätze „Replace, Reduce, Reuse und Recyle“. Die Unternehmen, die bei der Plattform dabei sind, sind global agierende Unternehmen, viele davon mit Sitz in Österreich, aber wir haben auch deutsche Mitgliedsunternehmen. 

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Den Austausch zwischen den derzeit 25 Mitgliedsunternehmen und der Dialog mit der Öffentlichkeit zu koordinieren, liegt seit Anfang 2021 in meinen Händen. Als Plattformkoordinatorin laufen bei mir die Fäden für die strategische Kommunikation zusammen. Eine meiner wichtigsten Aufgaben ist es, als gemeinsames Sprachrohr der Mitglieder zu agieren und natürlich die operative Umsetzung aller geplanten Kommunikationsmaßnahmen. 

2) Wie funktioniert die Kommunikation bei der Plattform Verpackung mit Zukunft? Was steht hierbei im Fokus?

Für die Außenkommunikation stand zunächst der Aufbau von professionellen Social-Media-Kanälen mit entsprechendem Content, z. B. in Form von Videoformaten an. Sie sind ein Instrument, um mit den Konsument:innen in Austausch zu treten. Denn die Diskussionen der vergangenen Jahre haben ein verzerrtes Bild von Verpackungen in der Öffentlichkeit hinterlassen. Es ist eben nicht richtig, dass man Verpackungen überhaupt nicht brauchen würde und sie nur zu Problemen führen würden.

Klar ist: Jede überflüssige Verpackung ist zu vermeiden. Was auf den ersten Blick manchmal überflüssig erscheint, ist es in vielen Fällen aber nicht. Wir möchten einen differenzierten Blick auf das Thema ermöglichen.

kreislaufwirtschaft-verpackung-mit-zukunftAbbildung: Aufklärungsarbeit bei vielen Konsument: innen "Verpackung ist in vielen Fällen nicht überflüssig."

Die praktische Plattformarbeit mit den Mitgliedern habe ich ebenfalls weiter ausgebaut. Ich muss gut zuhören und ein Gefühl dafür haben, was die Mitglieder gerade bewegt. Dadurch kann ich dann Kontakte herstellen, aus denen sich möglicherweise Synergien ergeben. Ein erklärtes gemeinsames Ziel der Plattform ist die strategische Zusammenarbeit unter den Plattformmitgliedern zu fördern. Auf diesem Weg bringt die Plattform Innovationen und Leuchtturmprojekte voran.

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Die Ideen dazu werden meist in den Unternehmen selbst angestoßen. In den Mitgliederversammlungen besteht dann die Möglichkeit, diese Ideen zu pitchen, um geeignete Partner innerhalb der Plattform, unter Maschinenherstellern, Recyclern oder Materialherstellern zu finden. Denn die Herausforderungen für die Realisierung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft sind groß – kein einzelnes Unternehmen kann sie alleine stemmen. Die Mitglieder bringen das Know-how aus ihren jeweiligen Teilbereichen ein und ergänzen sich. Wenn sich die Partner gefunden haben, bilden sie kleinere Arbeitsgruppen, die ich dann begleite und koordiniere. So kommen wir bei Erreichen bestimmter Meilensteine immer wieder zusammen und diskutieren den Zwischenstand. 

3) Was auffällt: Bisher legt die Plattform einen klaren Fokus auf das Thema Kunststoff, das spiegelt sich auch in den Mitgliedsunternehmen wider. Liegt das daran, dass Glas und faserbasierte Verpackungen bei Verbraucher:innen weniger in der Kritik stehen?

Das würde ich so nicht sagen. Bei der Plattform bündeln Unternehmen ihre Kräfte, die in ihren Tätigkeitsbereichen eine gesellschaftliche Verantwortung tragen und die Verpflichtung sehen, verantwortungsvoll mit unseren natürlichen Ressourcen umzugehen.

Als Plattform sind wir davon überzeugt, dass alle Verpackungsmaterialien ihre Daseinsberechtigung besitzen und immer von Fall zu Fall beurteilt werden muss, welche Verpackungslösung die klügste und nachhaltigste ist. Im Zentrum dieser Überlegungen steht dabei immer der geringstmögliche ökologische Fußabdruck.

NexPure-SmartAbbildung: Papier Verpackungen der Unternehmen CLARUS Films und Koehler Paper achten gemeinsam auf optimierte Recycelfähigkeit.

Der Fokus auf Kunststoff ist entstanden, weil wir speziell in Österreich das Glück haben, eine unglaubliche Expertise und Dichte an global agierenden Unternehmen im Kunststoffsektor zu haben. Recyclingtechnologien und Maschinen aus Österreich werden in der ganzen Welt eingesetzt und auch Materialhersteller und Verpackungsproduzenten sind hier Marktführer. Das Know-How hier zu bündeln ist deshalb ein ganz logischer Schritt.

Beim Thema Nachhaltigkeit gibt inzwischen sehr viele Innovationen, die zeigen, wie ernst die Industrie diese Aufgabe und ihre gesellschaftliche Verantwortung nimmt. Doch was den Blick aufs Ganze und die dafür notwendigen Zusammenarbeit angeht, gibt es noch Ausbaupotenzial. Eine Idee sei schließlich nur so gut, wie ihre praktische Umsetzung.

4) Ein besonders spannender Teil der Arbeit bei der Plattform ist sicher direkt in den Kontakt mit Verbraucher:innen zu kommen, beispielsweise bei gemeinsamen Pop-Up Ständen vor Supermärkten. Was konnten Sie bisher als Kernbotschaften aus diesen Gesprächen mitnehmen?

In ihrer Transformation ist die Branche schon auf einem guten Weg. Die Unternehmen sind eifrig dabei, sich Nachhaltigkeitsziele zu setzen. Mich freut, die Anstrengungen der Branche zu sehen und ihre Reise zu begleiten. Wie erfolgreich die Innovationen der Hersteller sind, steht und fällt allerdings auch mit der Akzeptanz der Konsument:innen und dem richtigen Umgang mit Verpackungsabfall. Die Hersteller müssen im Auge behalten, ob ihre Entwicklungen im Alltag dann auch so umgesetzt werden, wie es beabsichtigt ist.

Beim Verpackungsdesign ist es nach meiner Auffassung wichtig, den Verbraucher:innen die Mülltrennung so leicht wie möglich zu machen.

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Abbildung: Verpackung mit Zukunft schafft Bewusstsein durch Aufklärungskampagnen.

Wir haben in unserer Arbeit bei Aufklärungskampagnen gesehen, dass die Konsument:innen sehr darum bemüht sind, nachhaltig zu handeln und beim Einkaufen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Oft sind sie aber von Halbwahrheiten oder Mythen geleitet. Die Aufgabe der Plattform ist deshalb, Unsicherheiten zu beseitigen und den nachhaltigen Umgang mit Verpackungen zu erleichtern. Da hat es in den letzten Jahren ein Umdenken gegeben. Die Verbraucher:innen schenken dem Thema Verpackung mehr Aufmerksamkeit.

5) Die Plattform selbst ist erst vor relativ kurzer Zeit entstanden – gibt es bereits konkrete Pläne für die kommenden Jahre?

Die Plattform gibt es jetzt seit etwa 2,5 Jahren und hat mit sieben Unternehmen begonnen. 2021 hat die Plattform zweifelsohne richtig Fahrt aufgenommen und konnte seitdem einige positive Meilensteine verbuchen. Es gab erfolgreiche Aufklärungskampagnen, Events, verschiedene zielgruppengerechte Social Media Formate und Mitgliederzuwachs. Aktuell sind wir 25 Unternehmen und es werden laufend mehr. Darauf sind wir stolz. Doch es bleibt keine Zeit, uns auf den Lorbeeren auszuruhen, denn unsere Themen wie Implementierung einer Kreislaufwirtschaft, Abfallminimierung, Recycling, einheitliche Müllsammlung, und viele mehr, sind in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen präsenter denn je.

2022 konzentriert sich die Plattform auf den ökologischen und gesellschaftlichen Nutzen der in Umlauf gebrachten Verpackungen. Dabei fokussieren wir uns stark auf die Themenschwerpunkte Innovation und Industrie. Wir arbeiten bereits jetzt an der Umsetzung gemeinsamer Leuchtturmprojekte und werden unsere Bemühungen dahin gehend auch in den kommenden Jahren noch stärker forcieren. Wir arbeiten gemeinsam an neuen Verpackungslösungen und daran Kreisläufe zu schließen, die bisher noch nicht geschlossen sind.

verpackung-mit-zukunft-bei-clarus-in-DietzenbachAbbildung: Verpackung mit Zukunft auf Besuchsreise in Dietzenbach bei CLARUS Films. 

 

Damit alle Räder ineinandergreifen – sprich ein geschlossener Kreislauf für Verpackungen entsteht, ist allerdings noch einiges zu tun. Ich bin davon überzeugt, dass man wirklich etwas bewegen kann, wenn alle Unternehmen, die an der Produktion, der Nutzung und der Verwertung von Verpackung beteiligt sind, an einen Tisch kommen.

 

Möchten Sie mehr über unsere nachhaltigen Folien erfahren? Jetzt POF-Einstiegsguide herunterladen:
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Ihre Silvia Prinz 
+49 6074 8210-91
 
 

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